Amrum, Deutschland
Sandburgenlos müssen auch die allermeisten Strände an Nord- und Ostsee bleiben. Hier wegen des Küstenschutzes: Sand geht leichter verloren, was die empfindlichen Dünen schädigt. Der aufgelockerte Boden verschwindet zudem schneller im Meer.Binz, Deutschland
Ein simples Sandburgen-Verbot wäre den Rügenern zu einfach. Stattdessen ist die Größe der Bauwerke exakt geregelt: maximal 30 Zentimeter hoch und höchstens 3,50 Meter breit. Ähnliche Beschränkungen gibt es auch in Sellin, auf Fehmarn oder in Sierksdorf in Schleswig-Holstein.
Nord- und Ostsee
Kein Gesurre über den Stränden vieler Nord- und Ostseebadeorte. Sowohl im Nationalpark Wattenmeer, in dem unter anderem Sylt, Föhr und St. Peter Ording liegen, als auch an den Küsten von Usedom und Binz sind Drohnen verboten – das gilt übrigens auch generell für FKK-Gebiete.
Cavallino, Italien
Dieses Spiel ist noch okay, Sandburgen bauen oder Löcher graben ist an der Adria allerdings wegen der Stolpergefahr für Einsatzkräfte verboten. Wer es trotzdem tut, muss bis zu 1000 Euro zahlen. Auch das Aufstellen eigener Sonnenschirme in Jesolo ist nicht gestattet – das gilt allerdings nur bis zu einer Entfernung von fünf Metern zum Wasser.
La Pelosa, Italien
Sardinien irritiert mit einem Badehandtuch-Verbot. Grund: Die nassen Stoffe würden zu viel Sand aufnehmen, wenn sie auf dem Strand ausgebreitet werden. Strafe: 100 Euro. Die Sonnenhungrige rechts unten im Bild hat hoffentlich genügend Geld dabei.
Nationalpark Cinque Terre, Italien
Zwischen Genua und Pisa sind Flipflops ungern gesehen. Nicht, weil sie die modischen Ansprüche der Italiener beleidigten, sondern hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. Die engen Gassen und steilen Wanderwege verlangen festes Schuhwerk, am besten Trekkingausrüstung, heißt es bei der Parkleitung
Portofino, Italien
Malerisch, aber streng: Verboten ist es, barfuß und/oder oben ohne durch den Ort zu flanieren. Auch das Sitzen oder Liegen auf Straßen, Mauern, Gehwegen oder in Parks ist untersagt. Wer mit Koffern, Picknick-Ausrüstung oder Musikboxen an öffentlichen Plätzen verweilt, riskiert ebenso ein Bußgeld – je nach Verstoß zwischen 25 und 500 Euro.
Frankreich I
Für Raucherinnen und Raucher wird es nicht leichter, schnell mal eine Zigarette zu genießen. An allen Stränden Frankreichs ist die Kippe tabu. Wer es dennoch nicht lassen kann, muss 135 Euro Strafe zahlen. Ähnliche Rauchverbote gibt es auch in Spanien, Italien, Griechenland und Portugal, in der Türkei ist ein Gesetz auf den Weg gebracht.
Frankreich II
"Pack die Badehose ein ..." – es muss aber schon die besonders enge sein. Zumindest in Schwimmbädern, dort ist weite Unterbekleidung untersagt. Ebenso an einigen Stränden. Der Grund ist nicht erotischer Natur, sondern hygienischer: Lockeres Beinkleid, so die Annahme, könne als Straßenkleidung getragen werden, wodurch es schmutziger werde, was wiederum das Risiko für Bakterien und Verunreinigung steigere.
Teneriffa, Spanien
Keine Burgen, bitte. Aus "ästhetischen Gründen" ist der Bau an den Stränden im Süden verboten. Strafe: von 500 bis zu 1500 Euro. Ebenfalls untersagt sind Rauchen und Glasflaschen.
Mojácar, Spanien
Resolut gehen die Behörden gegen Würfel- und Dominospieler sowie Wasserpistolenspritzer vor: Zwischen 100 und 600 Euro drohen jedem, der in dem südspanischen Ort bei diesen Tätigkeiten erwischt wird.
Mallorca, Spanien
Kein Alkohol, keine Tiere, keine laute Musik: Dieses Dreigespann an Verboten gilt nicht nur auf Mallorca, sondern mittlerweile an vielen Mittelmeerstränden.
Mykonos, Griechenland
Finger weg vom Kiesel! Und ebenso von Sand und Muscheln. Wer eine Handvoll Strand als Urlaubserinnerung mitnehmen will, muss mit Strafen in Höhe von bis zu 1000 Euro rechnen. Dieses Verbot gilt übrigens auch in Italien, der Türkei, Ägypten, Dubai, der Dominikanischen Republik und Thailand.
Singapur mag es sauber: Schon 1992 hat der Stadtstaat die Herstellung und den Verkauf von Kaugummi verboten. Wer dennoch damit erwischt wird, muss umgerechnet rund 150 Euro zahlen. Satte 500 Euro werden fällig, wenn man es versäumt, die Klospülung nach dem Toilettengang zu betätigen.
Schweiz
Apropos Entsorgen: In der Schweiz sind nach 22 Uhr sowohl das Betätigen der Klospülung als auch das Pinkeln im Stehen verboten. Grund: zu laut.
Sir Lanka
Kann schnell einmal passieren: eine Buddha-Statue zu küssen oder ihr den Rücken zuzudrehen. In Sri Lanka kann das unangenehme Folgen haben: So wurden für diese Vergehen bereits Touristen verhaftet.
(Quelle stern.de)




